Schmuck und Kunstgegenstände spielen im Leben der Beduinen zwar eine wichtige Rolle, dennoch gibt es zumindest heute kein richtiges Kunsthandwerk mehr. Der von den Beduinenfrauen noch getragene Gold- und Silberschmuck ist meist alt und wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Ältere Frauen tragen auch heute noch die Burqa, einen mit Münzen aus Gold, Silber oder Messing verzierten Schleier. Die klassischen goldenen Nasenringe der Beduinenfrauen sind inzwischen selten geworden, da viele Familien aus finanzieller Not gezwungen waren, den Goldschmuck zu verkaufen. In den letzten Jahren haben findige Beduinenfrauen begonnen, nach den Mustern des traditionellen Kamelschmucks Schmuckanhänger herzustellen und an die Touristen zu verkaufen. Diese Stücke lassen erahnen, wie prächtig früher die Kamele ausgeschmückt waren, wenn beispielsweise eine Hochzeit anstand.

















