In den letzten 20 Jahren zog es mich immer wieder in die Einsamkeit der
Wüste, hin zum einfachen Leben der Beduinen. Ich lernte Menschen kennen,
die mit dem ganz Wenigen, das sie besaßen vollauf zufrieden waren.
Zumindest machten sie auf mich immer einen glücklichen Eindruck. Doch
in den letzten Jahren hat sich das alles geändert. Inzwischen plärrt
selbst in abgelegenen Beduinensiedlungen ein "Ghetto-Blaster" oder
steht gar ein Fernseher herum. Zumindest hat jeder Beduine, der etwas auf
sich hält ein modernes Mobiltelefon - und zeigt es bei jeder Gelegenheit.
Und das Tolle daran ist, die Dinger funktionieren inzwischen tatsächlich
in fast allen Ecken und Enden der Sinai.
Was mich immer noch fasziniert, ist das traditionelle Beduinenleben. Doch findet
man an den früheren Sommer- oder Winterlagerplätzen heute fast nur
noch Frauen und Kinder und ein paar alte Männer, die zu müde sind um
in den Küstenorten herumzuziehen. Dennoch besuchen wir einzelne Beduinenfamilien
immer wieder. Sie sind uns zu Freunden geworden. Und wenn wir auch nicht mehr
so viele Eindrücke des traditionellen Beduinenlebens mitnehmen können,
so ist es doch interessant zu sehen wie sich alles verändert.























